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ich ziehe nach Berlin

am 18. Dezember 2012, also in ca. 5 Wochen wird mich die Lufthansa Maschine hoffentlich puenktlich und am Stueck in Berlin und somit meinem neuen zu Hause abliefern. Ich bin gespannt darauf was mich dort erwartet und freue mich darauf mit vielen Hauptstadt-Fotografen und Gleichgesinnten zu netzwerken!

Zum 2. Mal lebe ich nun in New York City. Das erste Mal war 1999 fuer 1,5 Jahre und nun sind/waren es wieder 3 Jahre. Die Stadt ist einfach der Wahnsinn und man muss es selbst erlebt haben um es verstehen zu koennen.

Es wird eine grosse Umstellung fuer mich und so sehr ich mich auf Berlin, einer Stadt in der ich vorher noch nie gelebt habe, freue, genauso weiss ich wie sehr ich Brooklyn, Manhattan, die Metro Cards, die Tatsache, dass die Rechnung immer sofort nach dem Dessert kommt, Taxi Fahrer mit wenig bis gar keinen Englisch-Kenntnissen, Kinos ohne feste Sitzplatzregelung, den ganzen, einzigartigen Hype der Stadt und natuerlich die vielen Leute von denen einige zu sehr guten Freunden geworden sind doch sehr vermissen werde. Die letzten 3 Jahre waren sehr intensive. Man hat Hurricane Irene und Sandy miterlebt, sogar mal ein Erdbeben gespuert, das Space Shuttle Enterprise ist auf einer 747 an einem vorbei geflogen und staendig ist irgendwas in der Naehe passiert was es auch in die deutschen Nachrichten geschafft hat.

Ich wuerde hier ja gern mehr ueber Berlin schreiben, aber hey, noch habe ich kaum Berlin Erfahrung. Also noch ein Schwank aus NYC. In 3 Jahren hat man sich doch schon einiges aufgebaut, an Dinge gewoehnt und als zum eigenen Leben dazu gehoerig angenommen. Vor etwa einem Jahr habe ich aus verschiedenen Gruenden beschlossen mein am 31.12.12 ablaufendes Visum nicht zu verlaengern. Einer der Gruede gegen die Verlaengerung ist sicherlich die Tatsache, dass dieses Land einem verdammt viele Steine in den Weg legt und den Visa Prozess nur unnoetig teuer, aufwaendig und kompliziert macht. Das ist sehr frustrierend. Als dieser Teil meiner Entscheidungsfindung einmal abgeschlossen war ging es natuerlich um die Frage: Wohin dann? Recht schnell war klar, dass es wieder nach Deutschland gehen sollte. Es ist schon witzig wenn man sich eine virtuelle Deutschland-Karte im Kopf vorstellt und mal guckt wo der imaginaere Dart Pfeil denn so stecken bleibt. Naja, eine gewisse Vorstellung hatte ich natuerlich schon, aber ich denke, es ist schon etwas anderes, wenn man von hier aus kommt, da die Distanz ja nun wirklich keinen Unterschied macht. Ein Umzug nach Muenchen waere von hier nicht schwerer oder leichter als der Umzug nach Hamburg. Die Liste der Staedte die ich in Erwaehgung gezogen hatte, wurde sehr schnell sehr kurz und da Berlin inzwischen als europaeisches New York zaehlt war es nicht schwer die Entscheidung zu treffen.

Frage Leute was sie so sehr an New York fasziniert. Die Stadt ist dreckig und bei den runtergekommenen Bahnsteigen der MTA sieht man Ratten und Roaches. Die Mieten sind viel schlimmer als die in Muenschen, also was finden die Leute nur an dieser Stadt? Keiner schafft es diese Frage mit nur einem Satz zu beantworten. Es ist die Stadt der Gegensaetze. Was ich als Nicht-Tourist faszinierend finde sind die Geschichten. Du kannst Dich mit 5 Leuten nacheinander unterhalten die alle zeitgleich fuer 5 Jahre hier gelebt haben und jeder hat eine komplett andere Geschichte zu erzaehlen. Das hat damit zu tun in welcher Nachbarschaft Du lebst und wie Dein Einkommen ist. Du kannst mit jemandem ins Gespraech kommen der im gleichen Alter und ein vergleichbares Auftreten hat und trozdem kann es sein, dass er entweder einen Bruchteil oder das 10-fache von dem verdient was Du selbst verdienst. Ha! Waehrend ich diese Zeilen tippe bekomme ich den Link zu einem Artikel bei Spiegel Online in dem es heist: “In New York ist die Adresse dein wichtigstes Accessoire. Deine Postleitzahl ist wie ein Barcode, anhand dessen deine Identität gescannt und schubladisiert wird. Die Bronx ist tough, Brooklyn ist groß und stellenweise hip, Queens schläfrig, über Long Island braucht man erst gar nicht zu sprechen und Manhattan ist sich sein eigenes Adjektiv. Und das ist nur die grobe Orientierung: In diesen fünf großen “boroughs” gibt es Hunderte Nachbarschaften, Viertel, Straßen und Sträßchen, deren Bewohner so stolz darauf sind, als hätten sie eigenhändig ihren Grundstein gelegt.”

Die Stadt ist schon verrueckt und hat einfach wahnsinnig viel zu bieten. Schoen ist es, wenn man dann auch mal an die nicht-offensichtlichen Orte kommt. Viele waren schon bei Coney Island. Man faehrt dann einfach mal mit der U-Bahn an die Atlantik Kueste. Geht man weiter kommt man an den Brighton Beach, geht man noch weiter kommt man in eine sehr noble Wohngegend mit Villen und Yachthafen und kann sich gar nicht mehr vorstellen, dass das auch noch zu New York gehoert. Den Corona Park in Flushing Meadows kennen auch noch viele, aber wie sieht es mit City Island in der Bronx oder Fort Totten in Queens aus? Hells Kitchen war mein Hamburger Berg und auch in der Lower East Side habe ich mich immer wohl gefuehlt. Ich moechte meine New York Zeit wirklich nicht missen und bin dankbar fuer all die Eindruecke und Erfahrungen.

Die Ergebnisse der vielen Fotoshoots die ich hier hatte koennt Ihr direkt auf meiner Website www.krohnphoto.com sehen.

In Berlin erwarten mich viele neue Motive, Menschen die fotografiert werden wollen, Kollegen, eine urbane Atmosphaere und ich bin wirklich neugierig darauf wie sich die Dinge entwickeln werden.

Bald gibt’s also endlich wieder Doener und Curry Wurst und ich kann auf der Strasse Gluehwein trinken. Yeah!

Bis dahin gibt’s hier noch einen Mix aus Berlin und New York Fotos. Die Fotos sind in verschiedenen Jahren entstanden und zeigen wie verspielt ich zeitweise noch war mit Rahmen, Logos und Photoshop…

 

 

Andreas - November 12, 2012 - 10:02 AM

Hi du,
klasse Artikel der viel spass gemacht hat, als ich ihn gelesen habe.
Dann wünsche ich dir schonmal jetzt, wenn auch ein bisschen früh mal eine gute Reise in deine neue “Heimat” und bin mir sicher, das du dich gut einlebst.

Mir hats auch im März gut in New York gefallen und hab mich gefreut dich kennenzulernen.
Sicherlich läuft man sich mal wieder über den Weg.

Also ich drück die Daumen

Grüße

Andreas

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